Ratten sind äußerst anpassungsfähige Schädlinge, die sich meist verborgen halten. Dadurch bleibt ein Befall häufig lange unbemerkt, bis bereits Schäden oder gesundheitliche Risiken entstehen. Dennoch gibt es typische Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass sich Ratten in oder um ein Gebäude angesiedelt haben. Werden solche Hinweise frühzeitig erkannt, lässt sich eine Ausbreitung oft verhindern.

Typische Anzeichen für einen Rattenbefall

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Rattenkot

Ein deutliches Anzeichen für Ratten ist das Auffinden von Exkrementen. Rattenkot ist in der Regel dunkel, länglich geformt und etwa ein bis zwei Zentimeter groß. Er findet sich häufig entlang von Laufwegen, in der Nähe von Nahrungsquellen oder in Verstecken wie Küchen, Kellern, Dachböden oder entlang von Wänden. Frischer Kot ist meist weich, während älterer Kot hart und trocken wird.
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Nagespuren

Die Zähne von Ratten wachsen kontinuierlich, weshalb sie ständig nagen müssen, um diese abzunutzen (kürzen). Dabei entstehen Schäden an Holz, Kunststoff, Dämmmaterialien, Kabeln oder Möbeln. Unerklärliche Nageschäden an Gebäudeteilen oder Gegenständen können daher auf Ratten hinweisen. Neue Nagespuren sind oft heller, wobei ältere dunkler auf Grund von Verunreinigungen verfärbt sind. Die Zähne von Ratten können jährlich bis zu 14 cm wachsen!
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Geräusche in Wänden oder Decken

Ratten sind überwiegend nachtaktiv. Kratz-, Scharr- oder Laufgeräusche in Wänden, Decken oder unter Böden – insbesondere nachts – können darauf hindeuten, dass sich Ratten im Gebäude bewegen. Die Geräusche reichen von leichten Laufbewegungen bis hin zu deutlichem Nagen.
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Unangenehme Gerüche

Rattenurin verursacht einen charakteristischen, stechenden Geruch, der häufig als ammoniakartig beschrieben wird. In geschlossenen oder schlecht belüfteten Bereichen wie Kellern, Dachböden oder Abstellräumen kann dieser Geruch besonders intensiv sein und mit zunehmender Dauer stärker werden.
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Nester und Nistmaterial

Ratten bauen ihre Nester aus weichen Materialien wie Dämmstoffen, Papier, Stoffresten oder Pappe. Diese befinden sich meist an dunklen, ruhigen Orten, etwa hinter Schränken, unter Böden oder auf Dachböden. Ansammlungen von zerrissenem Material können ein Hinweis auf ein Nest sein.
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Fettige Laufspuren

Ratten verfügen über ein schlechtes Sehvermögen und bewegen sich oft an Wänden und festen Objekten entlang, um ihren Weg zu finden. Wenn sie sich wiederholt auf denselben Routen bewegen, hinterlassen sie kleine fettige Spuren, die vom Urin der Ratte, Abwasser und Fett aus dem Fell stammen. Diese Spuren sind als dunkle Linien entlang von Wänden, Böden oder anderen Oberflächen zu erkennen, auf denen sich die Ratten bewegen – sogenannte Laufspuren.
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Sichtung von lebenden oder toten Ratten

Eine lebende oder tote Ratte zu sehen, ist ein eindeutiges Anzeichen für ein Rattenproblem. Da Ratten den Kontakt mit Menschen meist meiden, deutet eine Sichtung häufig auf einen bereits bestehenden Befall hin. Eine tote Ratte kann darauf hindeuten, dass sich weitere Tiere in der Nähe aufhalten.
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Löcher und Tunnel

Ratten graben Tunnel und nutzen Öffnungen, um sich Zugang zu Gebäuden zu verschaffen oder Nester anzulegen. Kleine Löcher entlang von Hausfundamenten, im Garten, in Kellern oder in der Nähe von Müllplätzen können auf Rattenaktivität hinweisen.
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Hier ist ein Beispiel für Nagespuren von Ratten an einer Abwasserleitung

Hier ist ein Beispiel für die Löcher und Tunnel, welche Ratten verursachen

Was tun, wenn Sie Anzeichen von Ratten bemerken?

Wenn Sie eines der oben genannten Anzeichen bemerken, ist es wichtig, schnell zu handeln. Ratten können sich schnell vermehren und Krankheiten verbreiten, daher ist es wichtig, das Problem in den Griff zu bekommen, bevor es eskaliert.

  • Melden Sie Ihre Beobachtung der Kommune: In vielen Kommunen besteht eine Meldepflicht bei Rattensichtungen oder -befall. Zuständig sind in der Regel das Ordnungs- oder Gesundheitsamt
  • Finden und blockieren Sie Zugangswege: Kontrollieren Sie das Gebäude auf Risse, Löcher oder offene Übergänge und verschließen Sie diese. Auch die Kanalisation und die Abwasserleitung sollten berücksichtigt werden, da sie häufig als Zugangsweg dienen – rund 90 % aller Ratten an der Oberfläche kommen auf kurzem Weg aus der Kanalisation.
  • Entfernen Sie Nahrungsquellen: Lebensmittel sollten in geschlossenen Behältern aufbewahrt werden. Abfälle und Essensreste sind konsequent zu entsorgen.
  • Kontaktieren Sie einen professionellen Schädlingsbekämpfer: Im Fall eines bestätigten oder vermuteten Befalls kann ein professioneller Schädlingsbekämpfer unterstützen, das Ausmaß einzuschätzen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Ein frühzeitiges Erkennen von Rattenaktivität ist entscheidend, um größere Schäden und gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Wer auf Warnzeichen achtet und rechtzeitig handelt, kann das Problem häufig wirksam begrenzen.